Das bayerische Klima und der richtige Erntezeitpunkt
Das Münchner Umland bietet mit seinen kühlen Nächten und sonnigen Sommertagen gute Bedingungen für aromatische Kräuter. Die Pflanzen wachsen langsamer als in wärmeren Regionen, dafür gleichmäßiger – ein Vorteil, der sich später im Geschmack zeigt. Besonders Brennnessel, Melisse und Pfefferminze entwickeln hier ein feines, ausgewogenes Aroma.
Geerntet wird von Hand, meist am frühen Morgen, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt. Zu diesem Zeitpunkt sind die ätherischen Öle besonders frisch und der Geschmack am intensivsten. Die Ernte erfolgt in mehreren Durchgängen, damit nur die Blätter und Triebe in die Mischung gelangen, die wirklich reif sind.
Schonende Trocknung und Abfüllung in kleinen Chargen
Nach der Ernte werden die Kräuter an der Luft getrocknet – in dunklen, gut belüfteten Kammern, in denen sie über mehrere Wochen langsam Feuchtigkeit abgeben. Diese Methode ist zeitintensiver als industrielle Verfahren, bewahrt aber ein vollmundiges, erdiges Aroma und verhindert, dass die Blätter brüchig oder geschmacksarm werden.
Erst kurz vor der Abfüllung wird die Mischung schonend vermahlen und in dunkle Flaschen gefüllt. Jede Charge umfasst maximal 200 Flaschen pro Woche und trägt ein handgeschriebenes Etikett mit Chargennummer. So bleibt nachvollziehbar, wann welche Kräuter geerntet und verarbeitet wurden.
💡 Fazit
Kleine Chargen und langsame Trocknung sind Qualitätsmerkmale, die sich direkt im Geschmack niederschlagen.